Ganz ehrlich, ich bin frustriert, genervt, enttaeuscht – von was? Irgendwie von Allem, eigentlich von der Situation! Von mir selbst? Vielleicht – ich habe Zeit, unendlich viel, nichts zu tun und dennoch kann ich nicht atmen, ich habe das Gefühl die Luft kommt nicht an, steckt im Hals fest…ich bin muede, staendig, immer, dauernd! Antriebslos…alles kostet Kraft, alles strengt an, zu nichts Lust! Depressiv? Nein, fühl mich nicht als würde ich aufgeben, fühl mich eher, als würde ich warten, warten auf den Tag, dass ich wieder durchatme, Energie hab, Motivation…will auch nicht den ganzen Tag in Sportklamotten sein, sondern mich aufhübschen, fehlt mir was, wenn ja was? Bei Wikipedia nachgelesen würde ich sagen, keine Depression, vielleicht stimmen 2-3 Hauptsymptome zu, aber entgegen der Schlafstörung könnte ich noch mehr als 10h Schlafen und leider leide ich nicht an Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust 😉 Eher das Gegenteil, aber da sind wir ja auch wieder beim Thema, denn Nahrung kann die Leere wohl nicht füllen. Was hab ich nicht alles durch Anorexie und Bullimie gelernt? Ich habe Alles – einen Mann der mich liebt, aber der eben auch seinem Alltagstrott nachgeht und dieses Jahr sind uns leider kleine Ausflüchte nicht gegönnt, also entweder “Love Trip” oder Family Days, beides ist dieses Jahr finanziell nicht drin. Es ist 15 Uhr und am liebsten würde ich Schlafen gehen…Ich habe keine Lust, oder vielleicht doch, Essen zu gehen, aber zu “geizig” und was macht es? Es gibt mir 3-4 Stunden ein tolles schönes lustiges Gefühl. Kostet Geld und danach hat sich nichts verändert. Die Welt ist die Gleiche, keine Pläne können wir machen, wir sind gefangen in dieser bescheidenen Situation, warten auf bessere Zeiten – im Sinne, dass die Wirtschaft wieder ankurbelt. Meine Branche ist am Boden, vielen schaffen es nicht bis nächstes Jahr, aber noch so ein Jahr schaffen auch wir nicht. Was bringt es, businesswise, wenn man nicht wenigstens auf die kommenden Monate planen kann?
Was ist, wenn die Mai Wedding Couples wieder absagen, welche Handhabe haben wir, welche Rechte…Keine?

Seid 1 Jahr bin ich auf dem Weg der Besserung, wir hatten einen mega schönen Winter 2019/20 – unser Kind begann auf der Mestral, wir haben neue Bekanntschaften geschlossen, alles war perfekt, das Business lief auf Hochtouren, wir hatten es geschafft, und dann wumm, wieder wurde uns der Boden unter den Füssen weggezogen! Wie nutze ich diese Zeit anstelle zu Warten und zu verharren in einer Unbeweglichkeit, Starre, Antriebslosigkeit, Demotivation…?
Was fehlt mir? Bin ich Alkoholikerin? Weil die Welt dann einfach schöner ist, bei einem Glas Wein da zu sitzen anstelle einem Tee? Laut Wikipedia “Nein”  😉

Ich bin sauer, da Jemand der sich ein Bein bricht, eine Reha danach angeboten wird, um wieder Laufen zu lernen, doch einem, dem die Lunge fast “hops” geht, der soll schauen, wie er wieder lernt zu Atmen!
Stell Dich nicht so an, Du hast doch noch beide Hände! Eigentlich stimmts 😉